Weniger ist mehr

April 2023 - Intensiv genutztes Grünland verwandelt sich in strukturreichen Lebensraum

Wetter, Befahrbarkeit des Bodens und nicht zuletzt die Stimmung waren gut – als im Frühjahr 2023 mit der Aufwertung der ersten größeren Stiftungsfläche begonnen wurde.

Ein bisher intensiv genutztes Grünland im Radbrucher Raum wird in eine extensive Bewirtschaftung mit 2-schüriger Mahd, ohne Düngung oder den Einsatz von Pestiziden überführt – ergänzt um die Anlage einer breiten Heckenstruktur mit stufigem Aufbau, einem Übergangsbereich zum angrenzenden Wald und einzelne Solitärbäume auf der 3 Hektar großen Fläche.  

Die Hecke schafft einerseits eine Abgrenzung zur benachbarten, intensiv bewirtschafteten Ackerfläche und gibt andererseits vielen Tieren Nahrung und Lebensraum. Die Hecke und auch die lockere Pflanzung von Sträuchern und Bäumen am Waldrand ermöglichen es Tieren in ihrem Schutz zu wandern und sich neue Lebensräume zu erschließen.

Zusätzlich wurden auf der Fläche einzeln stehende Bäume gepflanzt. Sind die Solitärbäume einmal groß, übernehmen sie wichtige Aufgaben in Natur und Landschaft. Ihre Kronen dienen einer Vielzahl von Insekten als Lebensraum, sie werden als Niststätten und Ansitzwarten von Greif‐ und Rabenvögeln genutzt, ihre Höhlen sind Wochenstuben von Fledermäusen, Nistplätze von Eulen und Winterquartiere für weitere Arten.